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UN-BRK

Lebenshilfe Vorarlberg fordert mehr Tempo bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Forderung: Mehr Tempo bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tags am 21. März erinnert die Lebenshilfe Vorarlberg daran, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) weiterhin mit Nachdruck vorangetrieben werden muss. Obwohl Österreich die Konvention bereits 2008 ratifiziert hat, bestehen nach wie vor deutliche Lücken zwischen dem menschenrechtlichen Anspruch und der tatsächlichen Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen.

„Die UN-BRK ist kein unverbindliches Leitpapier, sondern ein verbindlicher Menschenrechtsvertrag, der gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen garantieren soll. Davon sind wir jedoch noch weit entfernt“, betont Michaela Wagner-Braito, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Vorarlberg. Besonders Barrierefreiheit, selbstbestimmte Entscheidungen und die Möglichkeit, ein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, seien im Alltag vieler Menschen mit Behinderungen weiterhin stark eingeschränkt.

Wagner-Braito fordert daher mehr Entschlossenheit in der Umsetzung: „Es darf keinen Stillstand geben. Wir brauchen mehr Tempo und politische Prioritätensetzung, damit Inklusion im Alltag Realität wird. Menschen mit Behinderungen brauchen verlässliche Leistungen und individuelle Unterstützungsangebote, auf die sie jederzeit zugreifen können.“ Eine konsequente Umsetzung könne nur gelingen, wenn die politischen Entscheidungsträger ihrer Verpflichtung nachkommen und langfristig stabile Rahmenbedingungen schaffen.

Die Lebenshilfe Vorarlberg warnt zudem ausdrücklich vor möglichen Rückschritten. Bereits erzielte Erfolge dürften keinesfalls relativiert oder infrage gestellt werden. „Ein Leben mitten in der Gesellschaft ist ein Menschenrecht. Dieses Recht darf nicht von äußeren Entwicklungen abhängig gemacht oder eingeschränkt werden“, unterstreicht Wagner-Braito. Entscheidend sei, dass Inklusion als menschenrechtliche Verpflichtung dauerhaft im Zentrum politischen Handelns bleibt.