Die Lebenshilfe Vorarlberg zeichnet als GmbH (Dienstleistungen) und als Verein (Interessensvertretung) für die Erfüllung ihres Auftrages für Menschen mit Behinderungen verantwortlich. Der Verein der Lebenshilfe Vorarlberg hat darüber hinaus mit der "Sunnahof Lebenshilfe Vorarlberg GmbH" und der "Ausbildungszentrum Vorarlberg GmbH Lebenshilfe Vorarlberg" zwei Tochterunternehmen, die in Strategie und operativem Geschäft eng mit der Lebenshilfe Vorarlberg zusammenarbeiten (gemeinsames Leitbild, gemeinsame Strategieplanung).
Der Verein der Lebenshilfe Vorarlberg hat über 650 ordentliche Mitglieder (im wesentlichen Angehörige) und knapp 1.300 Freunde. Dem Verein steht ein Vorstand, bestehend aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten (Obmann der Regionen), einem Finanzreferenten sowie den Vorsitzenden der Beiräte Regionen, Gesellschaft und Dienstleistungen, Selbstvertreter, Angehörige, Finanzen und Fundraising sowie dem Geschäftsführer mit beratender Stimme vor. Mit der 39. Jahreshauptversammlung vom 16. November 2010 wurde Dr. Peter Kircher in das Amt des Präsidenten der Lebenshilfe Vorarlberg gewählt.
Der Verein finanziert sich aus Mitglieds- und Freundesbeiträgen, Spenden sowie Stiftungs-, Sponsoring- und Fundraisingerlösen.
Die Lebenshilfe Vorarlberg GmbH hat die Konzepte für die Begleit- und Betreuungsdienstleistungen zu erarbeiten und mit ihren qualifizierten MitarbeiterInnen die Personen orientierten Dienstleistungen innerhalb und außerhalb der Einrichtungen effektiv und effizient zu erbringen. Derzeit begleiten die über 600 MitarbeiterInnen der Lebenshilfe Vorarlberg über 1.000 Menschen mit Behinderungen.
Die Lebenshilfe Vorarlberg GmbH finanziert sich durch die Leistungsentgelte für ihre Dienstleistungen (Land Vorarlberg, Bundessozialamt, Arbeitsmarktservice etc.), Subventionen für Projekte, Verkaufserlöse aus Produkten und Lohnarbeit sowie Kostenbeiträge der Eltern/Angehörige bzw. der Betreuten selbst.
Um die Berufschancen von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, hat der Verein Lebenshilfe Vorarlberg 1998 das Ausbildungszentrum Vorarlberg (AZV) gegründet. Darin sind Ausbildungsprojekte zusammengefasst, die durch Gelder aus dem Ausgleichstaxfonds und dem EU-Sozialfonds gefördert werden. Ausbildungsprojekte sind Anlehren, wie sie die Lebenshilfe schon seit 20 Jahren in den Anlehrwerkstätten in Batschuns und dann in Sulz entwickelt hat. Darüber hinaus kann mittlerweile im AZV auch eine Teilqualifizierung sowie eine überbetriebliche Lehrausbildung absolviert werden.
Um Menschen mit Behinderungen die besonders förderlichen Möglichkeiten der Arbeit in einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zu schaffen, wurde im Jahr 2000 der Sunnahof ins Leben gerufen. Mittlerweile ist der "soziale Biobauernhof" mit Tischlerei und Gärtnerei ein Vorzeigebeispiel für gelebte Inklusion, die für Menschen mit und ohne Behinderungen besonderen Nutzen schaffen kann.